Kennst du den Schreck beim Blick auf die Abrechnung?
Ehrlich gesagt dachte ich, ich hätte meine Fixkosten im Griff. Miete, Handy, Netflix – das war's doch, oder? Dann habe ich eines Tages meine Kartenabrechnung durchgescrollt und fünf oder sechs Abbuchungen gefunden, die ich mir nicht erklären konnte. Ein Cloud-Speicher, den ich seit Monaten nicht geöffnet hatte, eine Mitgliedschaft, die sich nach einer kostenlosen Testphase still verlängert hatte. Da wurde mir klar: Wer seine Fixkosten nur aus dem Gedächtnis verwaltet, verliert garantiert irgendwo Geld.
Deshalb teile ich heute die Fixkosten-Liste, die ich beim Aufräumen meiner eigenen Finanzen erstellt habe – schön nach Kategorien sortiert. Lies sie durch und hak die Punkte ab, die auf dich zutreffen.
Fixkosten vs. variable Kosten, kurz erklärt
- Fixkosten: Geld, das an einem festen Tag in etwa gleicher Höhe jeden Monat (oder jedes Jahr) abgebucht wird – Miete, Versicherungen, Abos. Planbar und damit leicht zu verwalten.
- Variable Kosten: Dinge, die ständig schwanken, wie Essen gehen, Shopping oder Reisen.
Sparen beginnt fast immer bei den Fixkosten. Einmal aufgeräumt, wiederholt sich die Ersparnis automatisch jeden Monat. Bei variablen Kosten braucht es Disziplin – ein Abo zu kündigen ist dagegen einmal erledigt und gut.
1. Wohnen
Der größte Brocken. Er ist groß genug, dass du die Hauptposition nicht vergisst, aber die kleinen Posten rutschen durch.
- Miete oder Kreditrate
- Nebenkosten
- Strom
- Gas / Heizung
- Wasser
- Miete für Geräte (z. B. Wasserfilter)
2. Kommunikation
Geht jeden Monat raus, wird aber unter "ist halt so" abgehakt und nie überprüft.
- Handytarif
- Internet zu Hause
- Kabel- / Streaming-TV-Paket
- Ratenzahlung fürs Handy (oft im Tarif versteckt)
- Verträge für Familienmitglieder (z. B. das Handy der Eltern)
3. Abonnements
Das größte Leck überhaupt. Jedes einzelne wirkt klein, also lässt du die Wachsamkeit sinken – aber in Summe läppert es sich.
- Streaming: Netflix, Disney+, Amazon Prime Video, YouTube Premium, DAZN
- Musik: Spotify, Apple Music
- Cloud: iCloud, Google One, Dropbox
- Produktivität: Notion, ChatGPT, Adobe
- Shopping-Mitgliedschaften: Amazon Prime
4. Versicherungen
Einmal abgeschlossen, bleibt sie jahrelang unangetastet – genau deshalb gehört sie auf die Liste.
- Krankenversicherung
- Lebensversicherung
- Kfz-Versicherung
- Hausrat- / Haftpflichtversicherung
- Tierversicherung
5. Finanzen
Fühlt sich nicht wie "Ausgeben" an, verlässt dein Konto aber jeden Monat trotzdem.
- Kreditraten (Immobilie, Konsumkredit)
- Ratenzahlungen der Kreditkarte
- Automatische Sparpläne
- Altersvorsorge / Investment-Sparpläne
6. Mobilität & Sonstiges
Einzeln klein, zusammen überraschend groß.
- GEZ / Rundfunkbeitrag
- ÖPNV-Abo / Deutschlandticket
- Auto-Kredit oder Leasingrate
- Fitnessstudio / Personal Training
- Kurse / Online-Lernabos
- Regelmäßige Spenden
Alles notiert? Jetzt geht's ans Verwalten
Wenn du bis hierher alles abgehakt hast, denkst du dir wahrscheinlich "das ist ja viel mehr als gedacht". Die eigentliche Herausforderung kommt danach. Auf Papier siehst du die Fälligkeiten nicht, und eine Excel-Tabelle erinnert dich an nichts, also vergisst du es doch wieder. Ich habe es ein paarmal mit Excel versucht und bin jedes Mal gescheitert.
Deshalb nutze ich die App Fixkosten Kalender. Sie platziert jeden Posten nach Fälligkeitsdatum in einen Kalender, sodass ich auf einen Blick sehe, was diesen Monat wann von meinem Konto abgeht. Außerdem kommt einen Tag vor jeder Zahlung eine Erinnerung – so gibt es keine geplatzten Lastschriften mehr, und ich verpasse nicht mehr den Zeitpunkt, um etwas zu kündigen, das ich nicht mehr nutze.
Du überträgst die obige Checkliste einfach direkt in die App. In 30 Minuten ist das erledigt.
👉 Die App Fixkosten Kalender ansehen Im App Store laden · Bei Google Play holen
Häufige Fragen
Wie unterscheide ich Fixkosten von variablen Kosten?
Wenn ein Betrag an einem festen Tag in etwa gleicher Höhe abgebucht wird, ist er fix. Ändert sich der Betrag jedes Mal, ist er variabel. Ein fester Beitrag fürs Fitnessstudio zählt als Fixkosten, weil er jeden Monat gleich hoch ist.
Wie oft sollte ich die Liste durchgehen?
Ich schaue die ganze Liste einmal im Monat durch, meist zum Monatsanfang. Das dauert fünf Minuten und allein diese Gewohnheit deckt jede Menge Abos auf, die ich nicht mehr brauche.
Soll ich auch Dienste eintragen, die noch in der Testphase sind?
Ja – gerade die. Kostenlose Testphasen wandeln sich am Enddatum oft automatisch in ein Bezahlabo um. Trag beim Start der Testphase gleich das Enddatum ein, dann verhinderst du ungewollte Abbuchungen.